Freiwillige Feuerwehr
Oberndorf
Abt. Hochmössingen
feuerwehr
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Kameradschaft und Geselliges

 

Die geschichtlichen Anfänge eines bestehenden Brandschutzes in Hochmössingen, lassen sich bis zum Jahre 1789 zurückverfolgen. In einer Gemeindeabrechnung, auf­geschrieben von einem gewissen Ignazi Bantle, Gemein­depfleger, ist zu entnehmen, dass in der Zeit vom 20. März 1789 bis zum 5. April 1790 Gelder aus der Gemeindekasse für den Brandschutz entnommen wurde.

Des weiteren kann man herauslesen, dass von den öffentli­chen Geldern der Nachtwächter bezahlt wurde und Baumaterial für den Bau eines Spritzenhäusles angeschafft wurde.

Zweifellos waren aber auch vor dieser Zeit sogenannte Feuerrotten vorhanden, die mit einfachen Löschgeräten bei Bränden Hilfe leisteten. Obwohl sich die technischen Einrichtungen zur Brandbekämpfung laufend verbesser­ten, blieb es noch lange bei der Einteilung von Einwoh­ner-Löschmannschaften. Die Feuerwehrrotten wurden in Gemeinderatssitzungen genau organisiert. Die Gemeinde bestimmte deren Aufgaben und deren Entlohnung.

1857 beschloss man die Mannschaft in 2 Rotten aufzuteilen. Zu jeder Rotte wurde ein Rottmeister aufgestellt. Bei der ersten Rotte Johannes Glatthaar, Wagner, bei der zweiten Sebastian Digeser. Diese eingeteilten Gruppen haben bei einem Brand zu erscheinen, um aktiv zu werden. Als Spritzenmeister wurde Athanas Krämer und Hubert Frey aufgestellt.

Bei einem auswärtigen Brande (in einem Nebenort) hat diejenige Rotte, welche an der Reihe ist, beim Rathaus zu erscheinen und weitere Befehle abzuwarten. Sollte ein Brand im hiesigen Ort ausbrechen und dem Rathaus Gefahr drohen, so sollten festgelegte Personen sogleich beim Rathaus erscheinen, um die Gemeinderegistratur zu retten.

Beauftragt dazu wurden Gregor Frey, Jakob Wilhelm und Jakob Baier. Bei der Wahl des Rottenmeisters wurde vom Gemeinderat bestimmt, dass jeder Mann, welcher zu einer bestimmten Rotte gehört, 6 Kreuzer zu verzehren hat. Sollte jedoch der Aufenthalt beim Brande länger erforder­lich sein oder länger als eine Stunde, so erhöhte sich die Vergütung. Jeder, der ein Pferd an die Spritze spannte, erhielt ein Trinkgeld von 3 Kreuzern und für das Pferd einen Gulden. Für das Futter der Gespanne kam ebenso die Gemeinde auf.

1858 beschließt der Gemeinderat, dass wenn in Hoch­mössingen ein Feuer ausbricht, sich alle Bürger sogleich auf dem Brandplatz mit einem Wasserbehälter einfinden und sogleich helfen, wo die Gefahr am größten ist. Ist das Rathaus in Gefahr oder ist in demselben ein Brand ausge­brochen, so seien nachstehende Bürger beauftragt, die Gemeindeunterlagen zu retten. Dazu gewählt wurden Gre­gor Frey, Weber, Jakob Baier und Paul Frey.

Kann ein Bürger nicht erscheinen, so hat dieser einen Mann zu stellen der ihn vertritt oder er hat sich wegen seinem Nichterscheinen auszuweisen. Wer ohne wichtige Ursache nicht erscheint, wird mit 3 Gulden bestraft. Bei einem hiesigen Brand hat der Mesner sogleich mit allen Glocken zu läuten. Bricht ein Brand in einem Nachbarort aus und die Gefahr scheint groß, so hat der Mesner mit der kleinen Glocke zu läuten. Es ist jedem Bürger Pflicht, derjenigen Gemeinde zu Hilfe zu eilen, die in Not ist.

Etwa im Jahre 1886 erfolgte die Einführung und Einteilung einer Pflichtfeuerwehr.

Alle ortsansässigen Männer im Alter zwischen 18 und 60 Lebensjahren waren zum Feuer-wehrdienst verpflichtet.

Im gleichen Jahr wurde ein Kaufvertrag mit der Firma Kurz in Stuttgart über den Kauf einer vierrädrigen Saug­feuerspritze, Modell Landspritze No. 3 unterzeichnet.

Die hiesige Gemeinde zählte zu dieser Zeit zu einer Gemeinde 3. Klasse mit 710 Einwohnern. Hiernach sollte  ein Feuerlösch- und Rettungswagen vorhanden sein,  1 Saugspritze, welche in der Minute 220 bis 350 Liter  Wasser auf 30 Meter weit auswirft, 80-150 Meter Druckschläuche, 2 Handspritzen, 2 Steckleitern, 3-4 Feuerhaken,  8-12 Bütten oder Kübel, 2-4 Schapfen, 1 Schlauchbrücke. Tatsächlich vorhanden sind seinerzeit: und 2 Stoßspritzen, 2 Handspritzen, 2 Leitern je 8 Meter lang, 3 kleine Anstelleitern, 26 Feuereimer aus Blech, 5 Feuerhaken und 6 kleine Haken.

Diese Geräte wurden aufbewahrt in der vor einigen Jahren neuerbauten ‚ geräumigen und hellen Remise des Spritzenmeisters. Als Gebäude für die Feuerwehr diente das Schul- und Rathaus und das Farrenhaus.

Nachdem 1888 nunmehr eine Feuerwehr für die hiesige  Gemeinde eingeführt wurde, wurde die Mannschaft in 5  Züge eingeteilt. Der Mannschaft vorstanden der Kommandant und sein Stellvertreter, der Spritzenmeister und dessen Stellvertreter, ebenso 5 Zugführer und ein Spritzenmeister. Die Insgesamt waren 29 Mann auf Kosten der Gemeinde  ordnungsgemäß und zwar mit einer Joppe aus grauem  Tuch, einem Helm und den üblichen Auszeichnungen  auszurüsten. Die noch fehlenden Gerätschaften sollten zur  Anschaffung im Schwarzwälder Boten ausgeschrieben  werden.

1898 betrug der Mannschaftsstand der Pflichtfeuerwehr  insgesamt 130 Mann, aufgeteilt in 5 Zügen.

In dieser Zeit bestanden 2 große Brunnen zur Wasserversorgung. Einer mitten im Dorf, am nördlichen Ende des Ortes ein weiterer. Überdies befanden sich nahezu bei jedem Haus ein Brunnen von etwa 15-22 Fuß Tiefe. Außerdem konnte man auf zwei große Weiher zirka 1  Kilometer außerhalb des Ortes zurückgreifen. Glücklicherweise war die Beschaffung mit Fuhrwerken bei etwaigem Wassermangel nie notwendig.

Im Jahre 1936 erfolgte die Umbildung der noch bestehenden Pflichtfeuerwehren in freiwillige Feuerwehren.

Aufgrund eines Erlasses des Württembergischen Innenministeriums hat das Oberamt Oberndorf sämtlichen Ge­meinden des Kreises angeordnet, dass alle noch bestehen­den Pflichtfeuerwehren in Freiwillige Feuerwehren umge­bildet werden müssen. Es hat daher der Bürgermeister im Benehmen mit den Gemeinderäten verfügt, dass auch die hiesige Gemeinde die bestehende Pflichtfeuerwehr im Laufe des Jahres 1936 in eine freiwillige Feuerwehr umbildet. Die Gründung wurde am 7. August 1936 durch den Bürgermeister unter Einladung aller hier männlichen Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren durchgeführt. Die ganze Feuerwehr wurde in einen Löschzug eingeteilt. Der Zug bestand aus einem Oberbrandmeister, einem Brandmeister, 3 Löschmeistern (hiervon einer Zeug- und Gerä­tewart), 4 Oberfeuerwehrmännern und 26 Feuerwehrmän­nern. Insgesamt 35 Mann.

Kommandant wurde Eugen Glück, der bis 1940 im Amt war.

Die Jahre während des Zweiten Weltkrieges und die Nachkriegsjahre waren für die Feuerwehr recht schwierig. Die Ausrüstung und vor allem das noch bestehende Sehlauchmaterial war veraltet und kaum mehr zu gebrau­chen. Lediglich aus der Flakstellung der deutschen Wehr­macht im Fluorner Weg konnte eine ältere Motorspritze und Schlauchmaterial von einigen beherzten und ent­schlossenen Feuerwehrmännern vor der französischen Be­satzung in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr selbst unterstand der Besatzungsmacht, die ihre Anwei­sungen gab und den Aktiven einen französischen Feuer­wehrausweis ausstellten.

Im Jahre 1948 beriet sich der Gemeinderat über den Kommandanten Ernst Glück, der von 1940 an Komman­dant war und seinen Posten in jüngere Hände geben wollte. Vom Kreisfeuerwehrkommandant Bürger wurde der hie­sige Bürgersohn Willi Ruf, der sich gut für dieses Amt eigne, vorgeschlagen. Der Gemeinderat stimmte diesem Kommandantenwechsel zu. Willi Ruf wird im Alter von 21 Jahren neuer Kommandant der Feuerwehr Hochmössin­gen und ist gleichzeitig jüngster Kommandant des Kreises Rottweil.

Im April 1964 wurde eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 für die hiesige Wehr angeschafft. Fabrikat Firma Ziegler. Im Dezember 1964 wurde dann von der Gemeinde ein Trag­kraftspritzenfahrzeug TSF Marke Ford Transit der Firma Bachert gekauft. Damit ging für die Feuerwehr Hochmössingen ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Endlich war man motorisiert.

1972 gibt Willi Ruf nach 24jähriger Kommandantentätig­keit sein Amt ab. Er wird zum Ehrenkommandantefl ernannt. Mit überwältigender Mehrheit wird Ludwig Mar­tin zum neuen Kommandanten gewählt.

Im Zuge der Gemeindereform 1975 wird Hochmössingen der Stadt Oberndorf zugeordnet und wird somit deren Stadtteil. Die Feuerwehren der einzelnen Stadtteile formie­ren sich mit einer neuen Satzung zur Freiwilligen Feuer­wehr Oberndorf. Neuer Stadtbrandmeister wird Otto Pfi­ster aus Oberndorf. 1978 wird mit dem Bau eines neuen Gerätehauses „Auf der Reute“ begonnen und im Oktober wurde es feierlich eingeweiht. Auf diesen Tag hatte die Wehr lange gewartet, um so mehr freute man sich über den schönen zweckmäßigen Bau. Der von der Stadt nun­mehr erfüllte Wunsch lasse hoffen, dass im Laufe der kommenden Jahre auch die Ausstattung der Abteilungs­wehr mit Geräten Fortschritt mache.

1981 wird der Feuerwehr Hochmössingen vom Landkreis Rottweil das Einsatzleitfahrzeug ELW 2 übergeben. Damit beginnt für die hiesige Wehr im dienstlichen Bereich ein zum Teil neuer Abschnitt. Man musste dieses Fahrzeug für Übungen und Einsätze zusammen mit den übrigen Abtei­lungen personell besetzen. Die Ausbildung hierfür umfasste Lehrgänge für Sprechfunker sowie der Sachgebietsleiter einer Technischen Einsatzleitung (TEL). Technischer Ein­satzleiter wird Stadtbrandmeister Otto Pfister.

In guter Erinnerung werden die Hochmössinger den 3. Juni 1984 behalten. Es galt das neue LF 8 feierlich einzuweihen. Schon zur Zeit des Baus des Feuerwehrgerätehauses in Hochmössingen vor 6 Jahren war abzusehen, dass bald nun größere Investitionen für ein Fahrzeug anstehen würden. Wenn auch das alte Fahrzeug in der Vergangenheit gute

Dienste geleistet hat, so bekam man damit immer öfter Schwierigkeiten beim Feuerwehr-TÜV. Diese Tatsache und eine dringende Empfehlung von Kreisbrandmeister Schäfer haben den Gemeinderat bewogen für das LF 8 brutto zirka 122 000 DM in den Haushaltsplan aufzuneh-men. Die besondere Lage Hochmössingens und auch die Vielzahl von Aussiedlerhöfen recht-fertigen es dann auch, dem Wunsch des Ortschaftsrates nach einem größeren Gerät Rech-nung zu tragen.

In den Jahren 1985 bis 1989 beteiligten sich mehrere Gruppen bei Leistungswettkämpfen.

Insgesamt wurde 2 mal das Bronzene, 4 mal das Silberne und 1 mal das Goldene Leistungs-abzeichen abgelegt.

1990 kandidieren, Ludwig Martin, nach 18 Kommandantenjahren und Rolf Heinzelmann als Stellvertreter, nicht mehr. Mit großer Mehrheit wurde Gruppenführer Gerhard Rohr zum neuen Abteilungskommandanten gewählt. Stellvertreter wurde Siegmar Brückner. Bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr löst Dieter Flügge aus Oberndorf Stadtbrandmeister Otto Pfister nach 15 jäh­riger Amtszeit ab. Gleichzeitig werden Otto Pfister und Ludwig Martin von Bürgermeister Klaus Laufer zu Ehrenkommandanten und Rolf Heinzelmann zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Januar 1990 wurde ein Feuerwehrball der Gesamtwehr Oberndorf veranstaltet.

1991 hat die Abteilung, zur Aufbesserung der Kameradschaftskasse, das Haus von Manfred Gäckle in der Ignaz-Rohr-Straße abgebrochen.

Vom 12. Juni bis 15. Juni 1992 feierte die Abteilung ein großes Zeltfest, das unter dem Motto 150 Jahre Brandschutz stand. Die Festlichkeiten wurden umrahmt vom 10. Kreisfeuerwehrtag des Kreises Rottweil. Leistungsabzeichen für den Landkreis Rottweil wurden durchgeführt. Ebenso ein großer Umzug unteranderem mit historischen Geräten und Pferdegespanne.

1994 wurde das Gerätehaus nach hinten, um einen Stellplatz, erweitert und innen renoviert.

Den guten Ausbildungsstand spiegelte die Tatsache wieder, dass eine Gruppe die Leistungs-wettkämpfe erfolgreich mit vorderen Platzierungen bis hin zum Goldenen Leistungsabzeichen in den Jahren 1995-1997 absolvierten. 1996 muss man das auf eigene Kosten betriebene TSF  endgültig aus dem Verkehr nehmen. Die Kosten, es erneut durch den TUV zu bringen, wären untragbar. Im Zuge dieses Tatbestandes beschließt man ein gebrauchtes TSF zu beschaffen. Aus der Abteilungskasse wurde für 4000,- DM das Fahrzeug aus Rottweil-Hausen gekauft. Das alte TSF bleibt allerdings erhalten. Es dient als Betriebsfeuer­wehrfahrzeug im Kloster Heiligenbronn.

Der Einsatzleitwagen ELW 2 wurde ebenso im gleichen Jahr, durch ein neueres Fahrzeug vom Kreis erneuert. Hier beteiligte sich die Wehr bei den Einrichtungsarbeiten sowie beim Umbau der Funktechnik.

1999 wurde, im Rahmen der 900-Jahr-Feierlichkeiten, erstmals in Hochmössingen ein großer Zapfenstreich durgeführt. Mitwirkende waren die Abteilung Hochmössingen, Die Gesamtfeuerwehr Oberndorf, die Feuerwehr Dornhan, der Musikverein Hochmössingen sowie der Spielmannszug aus Markgröningen.

2000 war ein historisches Jahr in der Geschichte. Mit der Gründung einer Jugendfeuerwehr wurde ein Meilenstein gelegt.

Im August 2001 wurde erstmals das Kinderferienprogramm FiVe (Ferien im Verein) durchgeführt.

2002 wurde in aufwändiger Arbeit die Hydrantenbeschilderung installiert. Im Oktober war Baubeginn für die Erweiterung des Unterrichtsraumes und Anbau eines Büro´s. Im Juni 2003 konnte diese Erweiterung, nur in Eigenleistung durchgeführt, seiner Bestimmung übergeben werden. Erwähnenswert ist, dass viele unserer Alterskameraden (ab 60 aufwärts) ein enormes Arbeitspensum geleistet haben.

2005 wurde erstmals, mit gutem Erfolg, statt der Hauptübung ein Brandschutztag durchgeführt.

Im März 2006 waren wir erstmals Gastgeber für das Kreisalterswehrtreffen.

2009, wieder ein Jahr der Veränderungen. Bauen ist in der Feuerwehr Hochmössingen immer ein Thema. Deshalb wurden im Mai neue Tore für das Gerätehaus eingebaut. Weiterhin wurde unser Fuhrpark vergrößert. Durch die Auflösung der Abteilung Altoberndorf wurden die Fahrzeuge TSF-W und der MTW der Abteilung Hochmössingen übergeben. Somit verfügen auch die Hochmössinger, als letzte Abteilung, über ein wasserführendes Fahrzeug. Dies erhöht den Einsatzwert erheblich. Im Herbst konnten wir ein neues Gesangbüchlein den Feuerwehrmännern überreichen.

Regelmäßig durchgeführte Übungen und Teilnahme verschiedener Kameraden an Feuerwehrlehrgängen sind der Garant für eine schlagkräftige Wehr, um bei einem Brandfall gerüstet zu sein. Jene blieben in der Geschichte der Feuerwehr Hochmössingen nicht aus.


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