Freiwillige Feuerwehr
Oberndorf
Abt. Hochmössingen
feuerwehr
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Einsätze von 1540 bis heute

 

1540
Das Jahr 1540 ist geprägt durch die Landenberger Fehde. Ausgangspunkt der Fehde war ein Streit zwischen Hans von Landenberg, der in Schram­berg saß, und der Stadt Rottweil, zu der auch Hochmössingen gehörte, wegen der freien Pürsch. Die Rottweiler verweigerten dem Landenberger das Jagdrecht auf dessen Gebiet.

Leidtragende bei diesen Meinungsverschieden­heiten waren die Dörfer Hochmössingen und Bef­fendorf.

Zur Vermittlung der gegnerischen Parteien wurde am Dreikönigstag 1539 in Oberndorf ein Schieds­tag angesetzt, auf dem beide Parteien erschienen. Der Schiedstag, an dem mehrere Grafen und Fürsten teilnahmen, endete ergebnislos. Am Aller­heiligentag 1539 schickte Christoph von Landenberg einen Fehdebrief an die Stadt Rottweil.

Am 11. April 1540 überfielen ein Dutzend Landen­bergische Reiter das Dorf Beffendorf. Dabei wur­den fünf Bauern niedergeschossen, von denen drei starben. Das Dorf wurde mit Feuergeschos­sen angezündet, »dadurch etliche Vich und Hof­stetten sampt der Kirchen verbronnen, das wenig bevor und ufrecht steen bliben<.

Am 12. Juli desselben Jahres wurde Hochmössin­gen überfallen. Die Hochmössinger waren aber auf der Hut, und als die Reiter herankamen, schossen sie auf diese, wobei drei getötet wur­den. Bei diesem ersten Überfall soll auch der alte Landenberger (Vater von Christoph von Landen­berg) verwundet worden sein, und zwar so schwer, dass er später starb.

Einen weiteren Angriff der Landenbergischen Söldner konnten die Hochmössinger nicht mehr abwehren. Das Dorf wurde überfallen und angezündet,  »dermassen, dass von dreißig Her-stätten über zwo fit verbleiben«. Das gleiche Schicksal trifft auch Winzeln, das bis zur Hälfte niederbrann­te. Drei Jahre später stirbt Christoph von Landenberg, in großer Verachtung, wie die Zimmersche Chronik schreibt.


1704

wurde durch Blitzschlag, der ein Haus traf, fast der ganze Ort zerstört.


1808
wurden bei einem Brand dreizehn Gebäude ver­nichtet.


1835

Feuersbrunst in Hochmössingen. — Am 4. Juli

1835 entstand hier morgens vor 7.00 Uhr eine schreckliche Feuersbrunst. Im Wirtshaus »Zur Krone« brach Feuer aus im Holzschopf, das, in dem großen Vorrat an gespaltenem Holz und in den dürren Reiswellen reichlich Nahrung findend, sich rasch verbreitete und alsbald das ganze Gebäude in Flammen steckte, ohne dass man dem Feuer hätte Einhalt tun können. Es war ein warmer und schöner Tag und zum großen Glück ganz windstill.

Dessen ungeachtet wurden folgende Häuser ein Raub der Flammen: 1. die «Krone«,         Eigentum des Johannes Schatzmann, dem nichts als das Vieh und Bräuhaus gerettet werden konnten (Haus rechts von der einzeln stehenden Kirche), 2. das Haus des »Kirchenthomas«, 3. das Schaffneihaus, worin die Schule, der herrschaftliche Kasten und dessen Scheuer waren (das große Gebäude im Vordergrund, heutiges Rat- und Schulhaus), 4. das Haus des Ferdinand Kuhn, 5. des Simon Hezel, 6. des Franz Bantle, 7. des Anton Maier, 8. des Jakob Frey, Zollernbauer, 9. des Schuhma­chers Johann Kopp, 10. des Andreas Wittendorfer­, 11. des Joseph Wittenberger, 12. des Beda Bubenhofer, 13. der Witwe Kraft, 14. des Joseph Gäckle (Hersteller des Brandbildes), 15. des Pfarr­hauses, woraus jedoch das meiste gerettet wur­de, 16. das Haus des Friedrich Huß, Schmied, 17. des Franz Weber, 18. des Joseph Baum, 19. des Joseph Frey, Musikant, oder des Bantles Haus, 20. des Joseph Frey, Weber, 21. des Michael Hezel, Gemeindepfleger, 22. des Anton Wittendorfer, nebst mehreren Fruchtspeichern, Back­ und Waschküchen. Alle diese Gebäude waren in zwei Stunden ein Raub der Flammen. Acht Tage nach dem Brand war immer noch die Glut zu sehen auf den Brandstätten, und es musste des­halb immer wieder gelöscht werden. Das Feuer wütete so sehr, dass das ganze Dorf in größter Gefahr stand, ungeachtet, dass viele Nachbarn herbeigeeilt, um dem verheerenden Element Ein­halt zu tun. An entfernt stehenden Häusern hatte man zu wehren genug, so dass des Häuslers Haus dreimal brannte und immer wieder glücklich ge­löscht wurde. Es stand auch das Haus des Thomas Frey, Gallisbauer, in ebenso großer Gefahr, konnte aber gerettet werden.

Die Leute waren größtenteils auf dem Feld, als das Feuer ausbrach.

Der Heuertrag und der Holzvorrat sowie viele alte Frucht wurden gänzlich vernichtet. Schrecklich war das Jammergeschrei und die Verwirrung bei den Verunglückten. Das Gerettete wurde durch das Löschen unbrauchbar, manches wurde auch entwendet.

Die Entstehungsursache dieses großen Brandes wurde nie geklärt. Auch die gerichtliche Untersu­chung, ob Brandstiftung oder Fahrlässigkeit vorla­gen, brachte kein Licht in die Brandursache. Begünstigt wurde der Brand durch die vielen Stroh- und Schindeldächer. Nicht abgebrannt sind die nach dem Brand von 1808 errichteten dreizehn Gebäude, sie trugen Ziegeldächer.

Die zerstörten Häuser waren klein, einstöckig, einzelne Gebäude waren auch zweistöckig gebaut. Über die Hitze, die beim Brand entstanden war, kann man sich einen Begriff machen, wenn man bedenkt, dass der Weckenteig, den man ins Freie gerettet hatte, nach dem Brand gebacken war.

Versichert waren nur zwölf der Abgebrannten. Lobenswert ist die schnelle Mildtätigkeit der Nachbarorte, die mit Brot, Speck, Frucht, Mehl, Heu und Stroh sogleich zu Hilfe eilten. Durch die große Zahl der Löschmannschaft wurde bereits alles Eß- und Trinkbare im Ort aufgezehrt. Ein Hauptübelstand bei dieser Brunst war, dass bei den wasserreichsten Brunnen die Schöpfeimer verbrannten. Im Haus Nummer 13 des Kraft lag ein Leichnam ohne Sarg. Man wickelte den Toten in ein Leintuch und schleppte ihn in die Pfarrwi­dum. Nachher wurde er in einem Winkel der Kirche untergebracht, am anderen Tag begrub man die Leiche ohne Sarg und in aller Stille. Nur einige Verwandte fanden sich ein. Alles war ver­stimmt, alles in Weinen und Trauern! Hilfreiche Nachbarn.

Doch die Teilnahme von nah und fern und die vielen milden Beiträge ermunterten die Bestürz­ten, dass sie bald an den Aufbau ihrer Wohnungen dachten. Das königliche Oberamt ließ sich sehr angelegen sein, von der Feuerversicherungskasse Vorschüsse zu vermitteln, um Baustoffe einkaufen und beiführen zu können. In der Beifuhr solcher Materialien zeigten sich die benachbarten Orte sehr dienstbar, was die Hochmössinger stets dankbar anerkennen müssen und sie für alle Zukunft zu Gegendiensten verbindet, was na­mentlich Kinder und Kindeskinder zu freundnach­barlicher Erinnerung hinlänglich empfohlen wer­den möchte!

 

1878
Theresia, die Tochter von Anton Bantle (Häuslers), später Lindenbäuerin, wurde am 30. Oktober 1878 geboren. Tags zuvor ist ihr elterliches Haus abgebrannt.


1904
brannte das Haus von Josef Hezel (Speckenbau­er) in der Hirschgasse.


1915
Brand des Gebäudes Robert Schneider (Schneider-Schneider).


1927
Brand des Gebäudes Josef Kopp, Küfer, sogen. Deifel-Häusle, heute Haus Armbruster, Rö­merweg.


1932

Großbrand — In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar wurde Feueralarm morgens um 2.15 Uhr gegeben. Es waren pechschwarze Nacht und schwerer Südweststurm, 25 Meter in der Sekun­de. Ausgangspunkt des Feuers war die Kirchstra­ße 25, das Haus des Landwirts Ruf, genannt Baum. Weiterer Verlauf: Sofort brannte auch das Haus Nr. 27 des Zimmermanns Bantle. Das Feuer griff alsbald auf die andere Straßenseite über und setzte vier Gebäude in Brand, und zwar das Anwesen des Elektromonteurs Bernhard Digeser und das Gebäude von Josef Frey, und von letzte­rem noch zwei bis drei kleinere Nebengebäude. Die Brandgeschädigten konnten in der Hauptsa­che nur noch das Vieh in Sicherheit bringen, während das tote Inventar verbrannte. Der Gebäu­deschaden beträgt ca. 55 000,— bis 60 000,— Reichsmark. Der Gesamtschaden 100 000,— Mark.

Auf dem Brandplatz erschien zuerst die Ortsfeuer­wehr. Anschließend die Weckerlinien-Löschzüge Oberndorf und Schramberg, außerdem die Feuerwehren von Weiden und Marschalkenzimmern. Um 2.35 Uhr erschienen Landrat Reihung und Bezirksfeuerlöschinspektor Schleicher auf dem Brandplatz. Ersterer überwachte die Brandbe­kämpfung, letzterer hatte die technische Gesamtleitung unter sich.

Vertreten war auch das Landjägerkommando, das die Lage diktierte, da die Gefahr infolge des herrschenden Sturmes für die Nachbarhäuser groß war. Sehr zu statten kam das Vorhandensein zweier alter Brunnen, von denen jeder 330 cbm Wasser enthielt. Gegen 8.00 Uhr früh war das Feuer in der Hauptsache niedergekämpft und ein Weitergreifen nicht mehr zu befürchten. Um 9.00 Uhr wurden die Wehren von Weiden und Mar­schalkenzimmern entlassen. Es folgte Schram­berg, dann Oberndorf, während Hochmössingen die Brandwache hielt. Schneider Johannes Armbruster (Feuerwehr­mann) erlitt durch einen Sturz aus beträchtlicher Höhe einen schweren Schädelbruch, doch der Mann kam mit dem Leben davon. Es sind jedoch zwei Schweine verbrannt. Die Telefonleitungen wurden unterbrochen, die Ursache ist nicht be­kannt. Die gerichtliche Untersuchung ergab nichts Genaueres.

Es bestehen allerdings Anzeichen von Brandstif­tung, da Kurzschluss von fachmännischer Seite in Abrede gestellt wird.

Durch das Unglück eilten viele Fremde aus der Umgebung herbei. Auch wurde der Brandplatz von höheren Persönlichkeiten besichtigt. Am 9. Januar erschien Bischof Dr. Sproll und hielt in der Kirche eine Ansprache. Außerdem half er in mate­rieller Weise. Am 12. Januar trafen der Vorstand der Württembergischen Brandversicherungsan­stalt und der Hochbauabteilung des Württem­bergischen lnnenministeriums Präsident Dr. Nen­schIer, begleitet von Landesfeuerlöschinspektor Oberbaurat Zimmermann sowie von Oberbaurat Ziegler und Baurat Küfer, ein.

Um den größten Bedürfnissen etwas zuzusteuern, gingen von allen Seiten Hilfsmittel ein. Das Oberamt und der Verlag des Schwarzwälder Boten stellten von sich aus einen Betrag zur Verfügung (100 M), ebenso Bischof Dr. Sproll (200 M), 1 ½Ztr. Wurst von der Kantine Alfred Baier, 50 Mark von der Brauerei Graf, das Pfarramt Hochmössin­gen den Erlös einer Theateraufführung des Jung­mädchenvereins. Verschiedene Gemeinden spen­deten Futter und Stroh. Die Mauserwerke und die Anstalt Rottenmünster stellten Betten und Kleider zur Verfügung.


1933
Brand des Sägewerks von Franz und Lorenz Bantle.


1945

Einmarsch der Franzosen — Brand der Häuser Adolf Eger und Hugo Hezel. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde am 20. April 1945 das Dorf Hochmössingen von französischen Truppen ein­genommen. Der Angriff erfolgte mit Panzern und Infanterie. Dabei wurden die Wohn- und Ökonomiegebäude von Adolf Eger und Hugo Hezel in Brand geschossen. Da die meisten der aktiven Feuerwehrangehörigen sich bei der Wehrmacht befanden, eilten die noch einsatzbereiten, zumeist älteren Feuerwehrmänner zu Hilfe. Diese wurden jedoch von den französischen Soldaten mit Waf­fengewalt, Faustschlägen und Fußtritten an Löscharbeiten gehindert. Außerdem überrollte ein

Panzer mutwillig ein Standrohr. Dieses wurde dabei zerstört und somit eine Brandbekämpfung unmöglich gemacht. Die beiden Häuser brannten fast bis auf die Grundmauern nieder.


1945
Brand des Gebäudes Lorenz Ruf.


1953/54
in der Neujahrsnacht brannte das Haus der Geschwister Kopp, Aistaiger Weg.


1957
Brand in der Laibgasse; Scheune des Bruno Frankl.


1962
28. November — Einsatz beim Großbrand der Fa. Conzelmann in Oberndorf (heute u. früher Auß. Werk). Zusammen mit noch vier weiteren Land­feuerwehren mussten die sich im Einsatz befinden­den Feuerwehren Oberndorf und Rottweil abge­löst werden.


1972
5. September — Brand eines Weizenfeldes im »Mittelweg«.


1972

15. November—Werkstattbrand »Autohaus Baier«. Der Brand wurde gelöscht. Es entstand erheblicher Sachschaden.


1974
Heiliger Abend — Großbrand Hof Martin. Am 24. Dezember 1974 heulte kurz vor 18.00 Uhr die Sirene auf. Die Feuerwehr war auf Grund des günstigen Zeitpunktes der Alarmierung innerhalb weniger Minuten auf der Brandstelle. Bei Ankunft der Feuerwehr stand das Okonomiegebäude be­reits in hellen Flammen. Dank des großen Einsat­zes sämtlicher Feuerwehrmänner und zahlreicher Einwohner von Hochmössingen gelang es, den gesamten Viehbestand zu retten. Es waren über vierzig Kühe und ca. einhundertzwanzig Schwei­ne. Die Bergung der Schweine erwies sich als besonders schwierig, da die Tiere immer wieder

gegen das Feuer sprangen. Ohrenbetäubend war der Krach, den die Schweine bei der Bergung erzeugten. Er konnte bis in die Ortschaft gehört werden. Nach Rettung der Tiere konnte die Brandbekämpfung aufgenommen werden. Für das Okonomiegebäude kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Rasch waren auch der Feuerwehrzug vom Lin­denhof und die Überlandhilfe von Oberndorf zur Stelle. Die Oberndorfer Wehr wurde gleichzeitig mit der Hochmössinger Wehr alarmiert.

Da die Hochmössinger Wehr bereits an der Was­serleitung angeschlossen war, musste die Obern­dorfer Wehr zuerst mit ihren Tanklöschfahrzeugen Wasser von Hochmössingen aus zur Brandstelle befördern. Es wurde dann noch eine Schlauchlei­tung vom Dorf aus zur Brandstelle gelegt. Die Schlauchleitung war über 1200 m lang.

Besonders der schwere Atemschutz, den die Oberndorfer Wehr einsetzte, war wichtig, da die Hochmössinger Feuerwehr, die bis dahin mit vier Rohren von innen den Brand bekämpfte, keinen Atemschutz besitzt. Die Rauchentwicklung war nämlich sehr stark, so dass eine Bekämpfung von innen ohne Atemschutz fast unmöglich war.

Etwa nach einer Stunde hatte die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle. Die Scheune mit den teuren landwirtschaftlichen Maschinen war restlos abge­brannt. Erhalten werden konnte Gott sei Dank das Wohnhaus. Der Schweinestall konnte bereits am nächsten Morgen wieder eingerichtet werden. Ein Zug der Oberndorfer Wehr sowie eine Gruppe der Hochmössinger Wehr blieben als Nachtwache an der Brandstelle. Sie wurden dann um 5.00 Uhr morgens von der restlichen Wehr abgelöst, wel­che dann bei Anbruch des Tages mit den Auf­räumarbeiten begann. Die Feuerwehr und zahlrei­che Helfer waren den ganzen 1 - Weihnachtsfeier­tag mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Hauptarbeit war, das immer noch sehr stark qualmende Heu auf den in der Nähe befindlichen Feldern auszubreiten. Das Heu fing immer wieder an zu brennen, aus diesem Grunde musste in der Nacht vom 1. auf den 2. Weihnachtsfeiertag sowie in der darauffolgenden Nacht nochmals Brandwa­che geschoben werden.

Der Brand hat gezeigt, dass auf die Hochmössin­ger Wehr sowie auf die Überlandhilfe aus Obern­dorf Verlass ist.

Zum Abschluss muss nochmals allen Helfern und Feuerwehrmännern für ihren vorbildlichen Einsatz Dank ausgesprochen werden, denn ihre Mithilfe war wirklich großartig.


1975
3. September — Brand des Gebäudes German Glatthaar durch Blitzschlag. Am 3. 9. 1975 gegen 18.15 Uhr wurde die Feuerwehr das zweite Mal in einem dreiviertel Jahr zur Brandbekämpfung durch die Sirene alarmiert. Die sofort an der Brandstelle eintreffende Feuerwehr begann zuerst mit Hilfe vieler Nachbarn das Vieh aus ihren Ställen zu retten, was durch die sehr starke Rauchentwicklung äußerst schwierig war. Sofort wurde an einem in der Nähe befindlichen Hydran­ten die LF 8 angeschlossen, von der aus mit sechs Rohren gegen den Brand gekämpft wurde. Vom Löschkarren wurde ebenfalls mit drei Rohren gegen den Brand gekämpft. Die sofort alarmierte Oberndorfer Wehr war ebenfalls sehr schnell an

der Brandstelle. Die von ihr eingesetzten drei Tanker erwiesen sich als sehr vorteilhaft, denn es herrschte am Anfang akuter Wassermangel. Eine Gruppe der Oberndorfer Wehr schloss bei dem Brunnen Berger an. Von diesem Moment an war die Wasserversorgung gesichert. Der Einsatz der Drehleiter war wieder einmal ausschlaggebend. Im Brandobjekt selber gab es außer an den bereits in Sicherheit gebrachten Möbeln und Wertgegen­ständen nichts mehr zu retten, denn durch den aufkommenden Wind entfachte sich der Brand sehr stark. Die Feuerwehr musste sich deshalb auf die Sicherung der Nachbarhäuser beschränken. Nach ca. 11/2 Stunden war der Brand unter Kon­trolle. Die Feuerwehrkameraden aus Oberndorf rückten bis auf eine Gruppe, die bis 2.00 Uhr bei der Brandstelle blieb, gegen 24.00 Uhr ab. Es mussten während der Nacht immer wieder auf­kommende Flammen durch die Nachtwache be­kämpft werden. Die Ablösung am Morgen begann bei Tagesanbruch mit den Aufräumarbeiten, die leider durch die Feuerversicherung eingestellt wurden. Aus diesem Grunde musste in der darauf­folgenden Nacht wieder eine Nachtwache einge­teilt werden, denn der Heustock fing wieder an zu brennen. Es musste auch in den darauffolgenden Tagen Wasser in den immer noch schwelenden Heustock gepumpt werden.

Bei diesem Brand hat sich wieder gezeigt, dass sich Hochmössingen auf seine Feuerwehr, trotz ihrer nicht besonders guten Ausrüstung, verlassen kann. Es muss allen für ihren Einsatz gedankt werden, besonders den vielen Helfern und Spen­dern, die die Feuerwehr tatkräftig unterstützten.


1977
17. September — Backhausbrand in der »Kirch­straße«.


1979
Suchaktion nach dem vermissten Schüler Felix Hezel.


1980

28. Mai — Küchenbrand in der »Kirchstraße«.


1981

11. September — Brand am Gebäude Gasthaus »Bärenstüble«.

 

1981
31. Oktober — Suchaktion nach der vermissten Frau Helene Haaga. Sie wurde tot aufgefunden und geborgen.

 

1982
15. November — Brand der Schreinerei von Karl Wittendorfer in der »Römlinsdorfer Straße«.


1983
27. August — Brand eines Stoppelfeldes beim »Weiherwald«.

 

1983
29. November — Großbrand der Fa. OGUS in Oberndorf.


1984

25. April — Waldbrand in Epfendorf; alle Abteilun­gen von Oberndorf wurden alarmiert.

 

1985
18. August — Fahrzeugbrand beim »Viehtrieb­ Weg«.

 

1986
24. März — Hilfeleistung bei Sturmschaden; Hof Alfons Martin.

 

1986
9. November — Brandeinsatz Ökonomiegebäude Gruhler, Lindenhof.

 

1990
Am 20. November gegen 20.00 Uhr wurde die Feuerwehr Hochmössingen über die Sirene alar­miert. Durch Heustockselbstentzündung war der Ökonomieteil des Gebäudes von Siegfried Holzer in der lgnaz-Rohr-Straße in Brand geraten, und der Brand drohte auf das Wohnhaus überzu­greifen.

Nach Eintreffen der Feuerwehr wurde sofort mit der Tierrettung begonnen. Gleichzeitig wurden von einem nahegelegenen Hydranten und vom Brunnen Artur Ruof Wasserförderleitungen aufge­baut und die Brandbekämpfung aufgenommen.

Die von der Feuerwehr Hochmössingen sofort alarmierte Stützpunktfeuerwehr Oberndorf, die ih­re Hauptversammlung unterbrechen musste, ver­legte vom Pfarrbrunnen her eine B-Leitung und nahm dann ebenfalls die Brandbekämpfung auf. Die Löscharbeiten wurden durch dichten Rauch, böigen Westwind und heftigen Regen erschwert.

Nach etwa einer Stunde hatte man den Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis gegen 1.00 Uhr. Dann wurden Brandwachen eingeteilt, da der Heustock weiter schwelte.

Erst drei Tage später, nach Eintreffen des Brandsachverständigen, konnte mit dem Abtragen des Heustocks begonnen werden. Mit Hilfe eines Baggers wurde das schwelende Heu herausge­holt und abgelöscht. Der oberste Heustock konn­te nur von Hand und unter Verwendung von schwerem Atemschutz abgeräumt werden. Am 23. November gegen 18.00 Uhr war dann der Einsatz von insgesamt sechsunddreißig Mann mit 438 Stunden beendet. Man hatte vier Pressluftatmer, zwanzig Stück 300-Bar-Flaschen Atemluft, zwei Feuerlöschpumpen und ca. 500 m Schläu­che benötigt. Der Brandschaden wurde auf etwa 350 000 Mark beziffert.

 

1993
8. Januar: Fahrzeugbrand Ortsausgang Richtung Lindenhof, am gleichen Tag wurde die TEL alarmiert. In Rottweil wurde Gasalarm ausgelöst. Schlimmeres blieb glücklicherweise aus.

 

1994
19. April: Hochwassereinsatz der TEL in Rottweil

8.November; Der gemeldete Wohnungsbrand entpuppte sich als ein verkokelter Schoppen, der auf der eingeschal­teten Herdplatte vergessen wurde;

18. November; Brandstiftung an einem Holzschuppen auf dem Sägewerk Bron­ner;

26. November; Brand in der Römlinsdorfer Straße 14. Nur durch die gute Zusammenarbeit mit der Überlandhilfe aus Oberndorf konnte das Übergreifen auf das Wohnge­bäude verhindert werden. Die Kripo ging von Brandstif­tung aus.

 

1995
17. Februar: Brandstiftung an einem Holzstapel auf dem Sägewerk Bronner;

18. April; TEL-Einsatz. Ein Tank­lastzug war umgekippt und die Einsatzkräfte mussten ko­ordiniert werden.

 

1996
7. Juni: Wegen starken Regenfällen kam es bei St. Roman zu einem Erdrutsch, wobei ein ganzer Streckenabschnitt total mit Geröll und Schlamm überdeckt wurde. Die TEL leitete die Aktionen der Hilfskräfte.

 

1997
Brand im Aistaigerweg 8. Im Bereich eines Beistell­herdes im Erdgeschoss war das Feuer ausgebrochen. Glück­licherweise wurde es im Anfangsstadium von Hausbesit­zerin Toni Melber entdeckt.

 

1998
20. April: Brand des Herrenhofes.

Keine Rettung gab es für den oberen Herrenhof. Beim Eintreffen der Feuerwehren aus Aistaig und Oberndorf stand das Gebäude bereits in hellen Flammen. Die später alarmierte Hochmössinger Wehr verlegte eine weitere Wasserversorgung von Hochmössingen aus. Der nassen Witterung war es sicherlich zu verdanken, dass das Feuer nicht auf den Wald übergriff. 


1999
27. Dezember; Sturm Lothar
Im ganzen Kreis Rottweil wurde Grosseinsatz für alle Feuerwehren ausgelöst. Mit dem ELW2 wurde die Leitstelle unterstützt. In Hochmössingen waren dir Wehrmänner zur Sturmschäden-

Beseitigung eingesetzt. Auch nach diesem Tag mussten noch mehrere Einsätze gefahren werden.

 

2000
11. Januar; Brand des Herrenhofes.
Wie schon 2 Jahre zuvor brannte der obere Herrenhof vollständig ab.

16. Dezember; Fettbrand in der Ignaz-Rohr-Straße 34

 

2001
04. Februar; Hochwasser im Sportheim;

27. April; Grossbrand der Möbelwerke Wössner in Sulz. Mit dem ELW 2 wurde  koordiniert.

03. Mai; Brand einer Werkstatt im Römerweg;

04. Mai; Grossbrand des Möbel-Melber in Winzeln. Mit dem ELW 2 wurde wieder koordiniert;

13.Mai; Verkehrunfall mit eingeklemmter Person in der Dornhaner Straße;

24 Mai; Vatertagsölspur; bei einer Traktor-Oldtimerfahrt verlor ein solches Gefährt die Ölablassschraube. Dadurch ergab sich eine ca.200 Meter lange Ölspur;



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Heimbachwasserversorgung


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Stadt Oberndorf a. N.

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Landkreis Rottweil